Gary McFarland: America the Beautiful (An Account of its Disappereance)

Gary Mc Farland war Anfang der 60er einer der meistversprechenden jungen Arrangeure, aber da er sich in den Jahren vor seinem frühen Tod 1971 sehr sorgfältig zwischen alle Stühle setzte, kennt ihn heute kaum noch jemand: Er fühlte sich stark zur Popmusik seiner Zeit hingezogen und verband sie mit der Komplexität seiner Jazzarrangements.

Auf dieser CD sind zwei Platten vereint, eine wirklich bemerkenswerte Bigbandsuite "America the Beautiful" (die Band ist durch ein Streichquintett ergänzt) von 1968, die teilweise ziemlich funky daherkommt. "McFarlands mix of gallows humor and sadness dominates this album" heißt es im Booklet, das trifft es ganz gut. McFarland's Inspiration zu dieser Komposition war eine außermusikalische: Nordamerikas Selbstzerstörung seiner urbanen und natürlichen Umwelt, und McFarland hat dazu ebenso bewegende wie unpathetische Musik erfunden, mit Herzblut geschrieben (was ja keineswegs immer zu befriedigenden musikalischen Ergebnissen führt).

Solisten sind u.a. Jerome Richardson und Marvin Stamm. Die andere Platte ist eine Sammlung Popsongs jener Zeit, und erinnert ein wenig an Burt Bacharach's Instrumentalplatten.