Bennie Wallace plays Monk (1980)

Wer vergessen haben sollte, dass Bennie Wallace zu den aufregensten und virtuosesten Tenoristen des Jazz gehört, dem sei diese Scheibe ans Herz gelegt. Charakteristisch für Mr Wallace ist die erstaunlich direkte Verbindung eines Tons und einer Phrasierung, die offensichtlich von Leuten wie Coleman Hawkins oder Ben Webster stammt, mit einer außerordentlich modernen, eigenwilligen und flexiblen Melodik und Harmonik.

Ist allerdings nichts für schwache Nerven und kann bei Nichtjazzhörern zur Traumatisierung führen (ich selber habe mit dieser Platte hoffnungsvolle Romanzen im Keim erstickt).

Spielkameraden auf dieser Platte sind Eddie Gomez und Danny Richmond; auf einigen Stücken kommt der ausgezeichnete Posaunist Jimmy Knepper dazu.